Beiträge von Gerhard2

    Hi,


    eine (zu?) tiefe Ladefläche ist zwar praktisch beim Laden, beim Fahren hat man ab einer gewissen Länge schon bei kleinen Bodenwellen Probleme mit Bodenkontakt. Der Gewinn beim Schwerpunkt ist im Vergleich zu einem "normalen" Anhänger nicht wirklich spürbar. Oder ist ein bestimmter Zweck damit verbunden? Nicht ohne Grund gibt es das nicht von der Stange. Ich würde also, wenn es nicht einen zwingenden Grund gibt, zumindest etwas höher bauen.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    wenn der Achsabstand nicht über 700 ist, kann man die vordere Achse auch ein Stückchen vor setzten, die hintere so lassen. Mehr als 100 mm würde ich das aber nicht machen, aber 50 mm bingen schon etwas und man kann trotzdem noch um Kurven fahren.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    ich habe im Landcruiser nur Tisch und Bett/Sitzflächen mit der Siebdruckstruktur nach oben gefertigt. Bei allen anderen Flächen ist die glatte Seite außen/oben, z.B. bei der Spüle/Kocher. Die Schnittkanten sind mit Kunstharzlack versiegelt. Aber auch den Tisch kann man mit einem feuchten Tuch abwischen.

    innen1.jpg (im Bild ist der Tisch unten)

    Geölte Flächen sind durchaus pflegeleicht. Ahorn z.B. hätte mir auch gut gefallen, war mir aber zu schwer und zu teuer. Außerdem finde ich technische Platten irgendwie nicht so blöd...

    Vor einigen Jahren habe ich meinen Schreibtisch und ein Regal aus Buchemultiplex gebaut; Allerdings nicht geölt oder gewachst, sondern mit 2K-Lack versiegelt. Sehr robust und pflegeleicht aber wie gesagt....


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    also wenn du den Anhänger auch so wohnlich und gemütlich ausbauen möchtest, sollte das Fahrgestell daran gemessen nicht sehr viel Arbeit machen. Etwas anderes würde mich persönlich noch interessieren: Sind die Oberflächen des Holzes irgendwie behandelt? Z.B. mit 2K-Klarlack?

    Ein Grund für die Wahl Siebdruckplatte wäre die Pflegeleichtigkeit. Flüssigkeiten oder Schutz können abgewischt werden. Außerdem ist das Gewicht der Platten gering. Leider sind sie optisch natürlich halt...


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    ich hoffe, ich bin nicht falsch verstanden worden, ich wollte nicht sagen, du bräuchtest zwingend sehr lange für den Ausbau. Wenn ich aber von meiner Vorstellung eines Ausbaus ausgehe, dauert das mehrere Tage oder Wochen (wenn es mehr als nur ein Bett ist). Für ein Fahrgestell brauche ich einen Tag, für den offenen Kasten bei dieser Größe einen zweiten. TÜV noch einer, ebenso die Besorgungen. Mit dem Verzinken und den Biers die man zwischendurch wegzischen muss ist das alles in einer 5-Tage-Woche gemacht.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    ich möchte folgendes zu bedenken geben:

    1. ein Einachsfahrgestell zu fertigen ist kein zu großer Aufwand
    2. ein Wohnaufbau braucht unheimlich viel Zeit
    3. mein Tandemkipper hat 195/50-13; damit kann ich derzeit nicht mal meine Rückewege befahren, weil der Vollernter durch gefahren ist
    4. Tunesien ist eine Reise wert 00895.jpg
    5. die meisten Radbremsen sind nicht für große Reifen, es geht aber trotzdem machstDuGuckHier

    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    das mit der Prüfpflicht von Teilen ist nicht so einfach:

    1. Es gibt verschiedene Prüfverfahren und Prüfzeichen.
    2. Mache Teile müssen geprüft werden, andere nicht.
    3. Für manche Teile gibt es vereinfachte Prüfverfahren, für andere nicht.
    4. Es gibt Abnahmen für die Serie und für einzelne Teile.

    In diesem Fall gibt es eine Vorschrift, wie Bauteile zur Verbindung von Fahrzeugen (Deichseln, Anhängerkupplungen,...) zu prüfen sind. (Der Rahmen von meinen HDJ 80 ist übrigens auch so auf Festigkeit geprüft worden, damit ich über die 3,5 t Anhängelast komme.)

    Ob Serie oder Einzelteil ist dabei (hier) wurscht, da gibt es nur einen Unterschied beim Prüfzeichen.


    Erst mal braucht´s eine Lastannahme. In diesem Fall nimmt man den D-Wert als Grundlage. Die Prüfvorschrift besagt dann, die Profile der beweglichen Zuggabel sind auf Knickung mit dem dreifachen D-Wert zu prüfen. Für die Schweißverbindungen gibt es ebenfallls eine Vorschrift.

    Der Festigkeitsnachweis kann dann, nach Vorschlag aus der Prüfvorschrift, analytisch oder im Dauerschwingversuch gemacht werden. Nachdem diese Vorschrift schon etwas älter ist, steht da nichts von FE-Nachweisen. Das ist aber Stand der Technik und findet sicher offene Ohren bei der Prüfanstalt.

    Besteht das Bauteil alle notwendigen Nachweise, gibt es z.B. eine TP-Nr. Damit kann Alex das Teil verbauen und es hat eine Zulassung.


    Gruß

    Gerhard


    P.S.: beim meinem Auto wurde mit DMS (Dehnmessstreifen) geprüft, noch eine Möglichkeit

    Hi,


    eine V-Deichsel ohne Stützlast? Wenn ja, wird es einfacher, weil die Stützlast nicht in die Berechnung eingehen muss. Für die Berechnung des D-Werts wird grundsätzlich 32.000 kg für das Zugfahrzeug, jedoch als Gesamtzugmasse nicht mehr als 40.000 kg angenommen. Federbuchsen und Federbolzen sind geprüfte Teile, die nicht nachgerechnet werden müssen. Die Auswahl geht nach dem Anhängergewicht.

    Da die Deichsel schlank ist, ist eine Nachrechnung auf Knickung für die Zulassung notwendig, die Schweißverbindungen werden nach den "allgemeinen Regeln" gerechnet. Grundlage für die Last ist der D-Wert. Bei Deichseln die eine Stützkraft übertragen muss neben dieser auch der V-Wert überprüft werden.


    So ganz einfach ist das alles nicht, ohne fundiertes Wissen über Festigkeitsrechnung. Alternativ kann man die Festigkeit auch mit Simulationsprogrammen oder im Versuch nachweisen.

    Wie auch immer, beauftragt man ein Ingenieurbüro mit dem Festigkeitsnachweis, sind die Kosten für die Zulassung unter dem Strich ein Vielfaches der €650,-....


    Gruß

    Gerhard